Gamification Marketing: Definition und Anwendung

Gamification ermöglicht es komplexe Inhalte spielerisch und einfach darzustellen. So können Anwender dank der Spielifizierung Zusammenhänge schneller und einfacher verinnerlichen. Zeitgleich erhöht es den Bezug zum Produkt und ermöglicht eine intensive Kundenbindung. Verschiedene Spielertypen erfordern jedoch ein hohes Maß an Fachkompetenz. Unsere Agentur entwickelt Anwendungen, Spiele, Apps und Web-Tools, um User interaktiv an verschiedene Themen heranzuführen. Wie wir das tun erfahren Sie hier.

 

Begriffserklärung Gamification

Sowohl in der Wirtschaft als auch in der Wissenschaft gibt es Gamification bzw. Spielifizierung bereits seit vielen Jahren. Verschiedene Unternehmen setzen gezielt auf einen empathiebasierten Grundstein, um besonders junge Menschen von Marken oder Kampagnen zu überzeugen. Dabei kennt diese Form der Kundenbeziehung verschiedene Ausprägungen. Spieledesigner nutzen diese Strategie um zum Beispiel schwierige Entscheidungen Mit Hilfe von spieltypischen Elementen einfach darzustellen. In anderen Fällen wird die Spielifikation zur Überbrückung von wenig unterhaltsamen Inhalten genutzt oder um Lerninhalte einfach zu vermitteln (E-Learning). Die Werbung setzt Gamification auch als Motivationssteigerung für eher preisintensive Produkte ein. So rückt der monetäre Gegenwert gern in den Hintergrund.

Der Vorwurf der Manipulation in der Gamifizierung ist meist unbegründet. Die Mechanismen des menschlichen Gehirns erkennen solche Versuche recht zuverlässig. Eine vollumfängliche Verhaltensänderung kann auch durch diese Form der Kundenansprache nicht bewirkt werden.

Auch in der Breite bietet dieses Feld viele Facetten. So geht es nicht nur um Storytelling, Experience-Punkte sammeln oder das Abtauchen in eine fremde Spielwelt. Vielmehr bietet diese Disziplin spannende Ansätze im Edutainment und dem Vermitteln von Lerninhalten. Spielhersteller stellen sich immer mehr auf diesen Trend.

Im Fokus stehen dabei auch spielfremde Menschen. Also eben jene Nutzer, welche normalerweise keine Spiele konsumieren und mit den Spielprinzipien wenig vertraut sind. Verschiedene Experten (wie zum Beispiel Nora S. Stampfl, Sebastian Deterding, Gabe Zichermann, Michael Koch oder Roman Rackwitz) haben zu den Themen Spielertypen und psychologischen Faktoren interessante Beiträge verfasst. Verschiedene Elemente finden sich jedoch in fast jeder Gamification-Anwendung:

 

  • Status & Fortschritt eines Spiels: Hier wird dem User über eine Statusleiste bzw. Fortschrittsanzeige symbolisiert, wie weit er im Spiel aufgestiegen ist. Der User soll das Ziel nicht aus den Augen verlieren und sich somit langfristig an das Spiel binden. Es gilt die Nutzungsmotivation langfristig am Leben zu erhalten.
  • Rankings & Titel: Mit Hilfe von Ranglisten sollen Spieler motiviert werden den Inhalt des Spiels intensiv zu erforschen. Der Spieler soll sich mit möglichst vielen Spielelementen beschäftigen und somit Experte werden. Ziel der Spieleentwickler ist es, dass die User bestimmte Inhalte aufgrund des Nutzer-Tabelle öfter oder gewissenhafter konsumieren, um anschließend diese Daten im Bewusstsein des Spielers zu verankern. Es soll eine Art eigenständige und innere Motivation beim Spieler entstehen. Die Rangliste dient aber auch zum Austausch mit anderen Spielern innerhalb vom Videospiel. Die Branche der Spielifizierung misst diesem Element jedoch nicht so viel Bedeutung zu.
  • Aufgaben: Kleine Tests und Aufgaben (englisch Quests) führen zu Spielspaß und Freude – nicht nur im Strategiespiel. Verbunden mit einem Belohnungssystem (Sterne, Abzeichen, Badges, Gutscheine etc.) motivieren die Gamificationdesigner die Spieler zu bestimmten Handlungssträngen zu wechseln. So lassen sich bestimmte Informationen gezielt innerhalb des Spiels verteilen. Diese Game Mechanics ermöglichen den Entwicklern gezielt Einfluß auf den Spielverlauf zu nehmen. Manchmal auch nachträglich.
  • Feedback und Sinnhaftigkeit: Jedes Spiel lebt von einer Geschichte oder einem tieferen Sinn (Epic Meaning). Der Spieler muss ein Ziel vor Augen haben, welches er gern erreichen möchte. Zeitgleich muss die Anwendung aber auch über Feedback-Funktionen verfügen, um mit den Usern an gewählten Punkten zu interagieren. Dadurch ergibt sich bei den Nutzern eine gewisse Lernmotivation
  • Fokus: Anwendungen unterscheiden sich besonders im Fokus des Spiels erheblich von klassischen Spielen. Die Spielifikation dient immer einem bestimmten Zweck. Sei es der Produkteinführung eines neuen Autos, E-Learning, Serious-games oder die Berufsorientierung. Ablenkungen durch andere Inhalte oder Nebenschauplätze sind nicht üblich.

 

Personalmarketing

Im Personalmarketing finden sich eine Vielzahl von verschiedenen Spielen und Gamification-Anwendungen, denn die gewonnen Erkenntnisse lassen sich sehr gut auf die Arbeitswelt übertragen. Zu beobachten ist jedoch auch, dass Themen wie Motivation, Design und Social-Elemente ein weitaus höheren Stellenwert einnehmen, als in anderen Business-Bereichen. So erlebt die Personalwerbung dank Recrutainment und Online-Assessment in den letzten Jahren ein neues Hoch. Immer mehr Ausbildungsbetriebe setzen auf Berufsorientierungstests oder Studienorientierungstests und andere interaktive Spielelemente im Bewerbungsprozess. Dabei ist jedoch die Qualität dieser digitalen Berufswahlhelfer enorm unterschiedlich. Als Experten im Recrutainment entwickeln wir psychologische Online-Assessments für verschiedene Zielgruppen. Dabei setzen wir auf:

  • Authentische Kommunikation
  • Motivationssteigerung durch wirkungsvolle Anreize
  • Psychologische Spielführung
  • Kreative Umsetzungen von Gamification-Kampagnen
  • Aufbau von Enterprise-Lösungen
  • Steigerung Nutzungsmotivation
  • Gamifying Learning durch langfristige Erfolge
  • Mobile Verfügbarkeit
  • Berücksichtigung verschiedener Spielertypen
  • Transparente Ergebnisse
  • Preiswerte Umsetzungen
  • Zusammenarbeit mit starken Influencern

Dank unserer Expertise und dem Wissen um gute Gamification-Projekte können wir ebenfalls starke und für die Personalbeschaffung wirkungsvolle Recrutainment-Anwendungen entwickeln. Mit Unterstützung von spieltypischen Eigenschaften erleben die Kandidaten einen erfrischend neuen Bewerbungsprozess und entwickeln zusätzlich ein frisches und modernes Gamification-Design.

 

Jugendmarketing

Auch im Jugendmarketing findet dieses Thema immer mehr Anklang. So lassen sich Kampagnen zu Drogenprävention dank spielerischer Ansätze deutlich effektiver vermitteln, als über Plakatmedien. Des Weiteren können neue Produkte über entsprechende Games schneller und intensiver beworben werden. Unsere Agentur bietet:

  • Erstellung von Gamification-Konzepten im Jugendmarketing
  • Entwicklung von Spielen auf allen gängigen Plattformen
  • Entwicklung von Apps (auch für eher spielfremde Nutzer)
  • Programmierung von E-Learning-Tools
  • Passende Recruiting-Videos
  • Überarbeitung von Spielprinzipien aktueller Projekte – digital und analog
  • Einbau von spieltypischen Elementen in bestehende Projekte
  • Prüfung einer Spieltheorie
  • Produktion von Spieleinhalten für bestehende Kampagnen
  • Erstellung von Offline-Spielen für Schulen oder den Unterricht
  • Marketing zur Steigerung der Bekanntheit und Spieleranzahl

 

Workshops

Unser Wissen ist unser Kapital. Wir beschäftigen uns seit Jahren intensiv mit mit Gamification und kennen die Branche sehr gut. Dieses Wissen können wir transportieren. Als Agentur bieten dazu Workshops und Seminare für alle Zielgruppen an. Innerhalb dieser Seminare und Workshops analysieren wir zum Beispiel bestehende Projekte oder entwickeln ganz neue Ideen und Spielkonzepte mit den Teilnehmern. Gern nutzen wir auch unser Netzwerk und lassen erfolgreiche Spieleentwickler über Erfahrungen in der Branche sprechen. Dabei spielt es keine Rolle, ob unsere Kunden analoge Spielehersteller, Dax-Unternehmen oder ein Startup sind – die entsprechende Lösung finden wir in jedem Fall.

 

Literatur und Beispiele: Enterprise Gamification

Aktuelle wissenschaftliche Hintergründe oder Literaturhinweise werden einfach über entsprechende Bücher oder ein seriöses Wirtschaftslexikon (wie zum Beispiel Gabler) im Web aufbereitet und bieten erste Grundlagen. Hier erhalten Leser auch Hintergrundinformationen zu wichtigen Grundbegriffen wie Game Mechanics, Serious Games oder Game-Based Learning. 2011 gab eines umfangreiche Studie. Die PDF zum Thema „Using Game Design Elements in Non-Game Contexts“ kann hier herunterladen werden. Der Artikel beschäftigt sich auch mit dem Komplex Health Data, was besonders für die Gesundheitsbranche sehr interessant ist. Ein spannendes Buch ist mit Sicherheit „Die Wirkung von Gamification auf Motivation und Leistung“ (ISBN: 978-3-658-14308-4, Springer Fachmedien Wiesbaden) von Michael Sailer.

Auch das Feuilleton unterschiedlicher Zeitungen wie der SPIEGEL Gruppe mit Einestages, dem Manager Magazin oder dem Harvard Business Manager haben sich dem Thema unter anderem schon als Kunstform angenommen. Diese Betrachtungsweise zeigt, wie vielseitig die Auslegung ist und wie weit es aus der digitalen Welt herausgetragen wurde. Ein gelungenes Beispiel ist mit Sicherheit das Projekt foldit, welches es über die Szene hinaus zu bemerkenswerter Bekanntheit geschafft hat.

 

Mit Sicherheit etwas anders

Der Begriff Gamification ist nicht damit gleichzusetzen, dass unsere Kunden bunte Avatare mit noch viel bunteren Ranglisten vorgesetzt bekommen. Dieser Zug ist seit mindestens 10 Jahren abgefahren. Wirklich gute Ideen der Gamifizierung entstehen durch Kenntnisse der Zielgruppe und einer ausgeprägten Kreativität. Die Frage muss also sein: Wie schaffen wir, dass der Anwender möglichst lange Spaß an dem Programm hat (Stichwort: Nutzungsmotivation) und dennoch die richtigen Impulse erhält? Wie motivieren wir auch die spielfremden Die Antwort sind wir.

 

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