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Unique Employer Proposition

 

 

Auf dem heutigen Arbeitsmarkt interessieren sich wesentlich mehr Konsumenten für die Eigenschaften und Besonderheiten der unterschiedlichen Unternehmen. Auch die neueren Informationsmittel und Medien machen es den potentiellen Kunden leicht, sich über die diversen Arbeitgeber zu informieren. Hierbei spielen Standorte in der Regel kaum noch eine Rolle. Über das Internet können problemlos auch Produkte von weit entfernten Unternehmen geordert werden. Um dennoch aus der Masse der Unternehmen herausstechen zu können, wird eine Unique Employer Proposition benötigt. In diesem Glossar-Beitrag erfahren Sie, was die Unique Employer Proposition ist, wie sie ermittelt wird und was der Unterschied zwischen Unique Employer Proposition und Employer Value Proposition ist.

 

Was ist die Unique Employer Proposition?

Unter dem Fachbegriff versteht man ein einzigartiges Merkmal eines Unternehmens. Die UEP vermittelt sowohl Kunden als auch Geschäftspartnern kurz und bündig, welche zentrale Eigenschaft das Unternehmen als Arbeitgeber ausmacht und es dadurch von allen übrigen Vertretern auf dem Markt unterscheidet. Sie ist daher ein zentraler Bestandteil des Employer Brandings und steht in ihrer Bedeutung auf einer Ebene mit dem Employer Brand Positioning Statement sowie dem Cultural Fit.

 

Wie ermittelt man die Unique Employer Proposition?

Die Ermittlung der UEP stellt eine der zentralen Herausforderungen des Personalmarketing dar, um auch zukünftig gute Mitarbeiter zu gewinnen. Hierbei muss das Unternehmen in seiner Vielfalt analysiert und mit anderen Unternehmen der Branche verglichen werden. Ziel ist es also Abgrenzungen in der Arbeitgebermarke zu finden, welche andere Firmen nicht haben oder nicht so stark ausgeprägt nutzen.

Grundsätzlich sind einem Unternehmen keinerlei Grenzen oder Vorschriften gesetzt, doch die UEP sollte zwingend ein Merkmal sein, das zumindest in einem bestimmten Kontext für das Unternehmen einzigartig ist. Wird es zu allgemein gehalten, so entsteht ein herber Imageverlust, da sowohl Kunden als auch Geschäftspartner das UEP des Unternehmens ebenfalls mit anderen Unternehmen verbinden.

Aus diesem Grund hat sich eine klare Vorgehensweise etabliert. Den Unternehmen ist durchaus bewusst, dass es viele Überschneidungen und Gemeinsamkeiten zwischen unterschiedlichen Unternehmen gibt. Die UEP setzt sich deshalb aus der Gesamtheit der bestimmenden Merkmale eines Unternehmens zusammen. Natürlich beginnt die Ermittlung der UEP grundsätzlich mit dem angebotenen Leistungsspektrum als Arbeitgeber. Hierbei wird das gesamte Leistungsangebot betrachtet und herausgearbeitet, welche Benefits und Mitarbeitervorzüge für das Unternehmen besonders wichtig sind.

Anschließend vergleicht das Management dies mit den eigenen Konkurrenten. In der Regel lassen sich hier bereits einige Unterschiede ausmachen. Diese können sowohl in der Qualität der Angebote, dem Spektrum der Mitarbeiterkommunikation oder der Art der Benefits liegen. Als Nächstes werden die sozialen Aktivitäten und Marketingaktivitäten des Unternehmens in Betracht gezogen. Hierbei kann sich sowohl auf große Nachhaltigkeit, auf Umweltschutz, auf soziale Gerechtigkeit und vieles mehr spezialisiert werden. Die UEP ist dabei die Gesamtheit der Eigenschaften und Bestrebungen des Unternehmens.

 

Welche Abgrenzung gibt es zur Employer Value Proposition?

Die Employer Value Proposition (EVP) ist der UEP grundsätzlich gesehen in vielen Bereichen äußerst ähnlich. Aber dennoch gibt es einige Kriterien, in denen sich diese beiden Werte stark voneinander unterscheiden. So stellt die EVP immer einen vergleichbaren und messbaren Wert dar und die UEP eine wörtlich formulierte Aussage. Die EVP kann mit der EVP anderer Unternehmen der Branche verglichen werden. Ein Vergleich der UEP hingegen ist definitionsgemäß nicht möglich.

Das liegt daran, dass sich die EVP immer auf eine bestimmte Zielgruppe bezieht und das Unternehmen lediglich als Arbeitgeber betrachtet sowie vermittelt. Die UEP hingegen betrachtet das Unternehmen in seiner Gesamtheit und stellt das übergreifende Alleinstellungsmerkmal dar. Dieses muss nicht zwangsläufig das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber kommunizieren. Die UEP kann darin bestehen, dass das Unternehmen seine Produkte und Dienstleistungen besonders preiswert anbietet, um dadurch die Nutzung der Leistungen des Unternehmens so vielen Menschen wie möglich zugänglich zu machen. Dies ermöglicht zwar eine überaus vorteilhafte Betrachtung des Unternehmens aus Sicht der Geschäftspartner und Kunden, steigert das Unternehmen jedoch keinesfalls in der Gunst potentieller Bewerber. EVP und UEP können daher unterschiedliche Ziele verfolgen und stark voneinander abweichen.