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YouTube Werbung – Formate und Chancen im Videomarketing

Videocontent liegt im Trend und ist längst fester Bestandteil im Marketing Mix vieler Unternehmen. Zum Einsatz kommen die Bewegtbilder zu ganz unterschiedlichen Zwecken. Viele Arbeitgeber machen zum Beispiel Talente über Recruitingvideos auf sich aufmerksam. Die Filmchen manuell zu streuen, kann allerdings aufwändig sein. Hier kommt YouTube Werbung in Spiel. Eine Kurzanleitung.

 

 

Warum Videocontent aus einem guten Marketing Mix nicht mehr wegzudenken ist

Dass Videocontent aus einem gut aufgestellten Marketingmix nicht mehr wegzudenken ist, belegt der Report „The Future of Content Marketing“ der Marketing-Spezialisten von Hubspot. Demzufolge konsumieren 71 Prozent der internationalen Umfrageteilnehmer mehr und mehr Videoinhalte.

Die Studie belegt auch, dass die Tendenz weiter steigt. 53 Prozent der Befragten wünschten sich nämlich noch mehr Videos. Insbesondere die ganz junge Zielgruppe ist sehr videoaffin. Bei den Befragten zwischen 18 und 24 Jahren sind es sogar zwei Drittel, die sich über ein Plus an Videocontent freuen würden. Ganz besonders interessieren dürfte Betriebe aber diese Zahl: 54 Prozent der Befragten schauen sich auch gerne mal Videocontent von Unternehmen an.

 

Erstellen von Videocontent: In der Kürze liegt die Würze

Bei den Videos selbst liegt oft in der Kürze die Würze. Denn die Aufmerksamkeitsspanne der Konsumenten ist begrenzt. So schaut sich zum Beispiel die Gen Z je nach Plattform Videos mit einer Dauer zwischen drei und 30 Sekunden an. Ältere Generationen wie die Ypsiloner und die Generation X sind dagegen noch etwas geduldiger. Sie schauen auch Filmchen, die die Minutengrenze überschreiten.

 

 

Wer über Youtube Werbebotschaften verbreiten will, sollte sich daher folgendes hinter die Ohren schreiben: Die Quintessenz und die Markenbotschaft müssen binnen der ersten Sekunden erscheinen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Zuschauer noch nicht zum nächsten Inhalt weitergezogen ist. Auch das Markenlogo sollte fortlaufend im Video als kleines Emblem zu sehen sein. Das erhöht die Chancen auf Markenzuordnung und Wiedererkennung.

 

Erfolg von Videocontent: Wichtige Faktoren

Abgesehen von Länge und Machart ist für den Erfolg von Videocontent aber natürlich noch etwas anderes entscheidend: Die Reichweite. Logisch, je mehr etwa ein Recruitingvideo geschaut, geliked und geteilt wird, umso höher die Chance, dass sich unter den Zuschauern irgendwann auch das perfekt passende Talent befindet. Dazu sollte der Videocontent breit gestreut werden.

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

  • Die Einbettung des Videos in den Karrierebereich der eigenen Homepage
  • Die Einbettung des Videos in Stellenanzeigen
  • Das Streuen des Videos über soziale Kanäle

 

 

Youtube Werbung: Was ist zu beachten?

Last but not least gibt es aber auch eine kostenpflichtige Variante. Youtube Werbung oder im Youtube-Jargon: TrueView Videoanzeigen. Das Versprechen der Videoplattform: „Erreichen Sie potenzielle Kunden, wenn diese auf YouTube Videos aufrufen oder suchen – Kosten entstehen dabei nur, wenn die TrueView Videoanzeige auf Interesse stößt.“

 

Was genau steckt dahinter? Zunächst einmal lässt sich die Zielgruppe festlegen, die ein Unternehmen mit seiner Youtube Werbung erreichen will. Die Organisation kann anhand der folgenden Faktoren festlegen, wen es ansprechen möchte:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Elternstatus
  • Haushaltseinkommen
  • Abschluss
  • Interessen
  • Und, und, und

 

Bestimmung der Zielgruppe

Dabei gilt: Je exakter die Zielgruppe definiert ist, umso mehr erhöht ein Unternehmen mit seiner Youtube Werbung die eigene Markenbekanntheit. Das Video wird Nutzern, die nach bestimmten Stichworten suchen, zum Beispiel in der Suchergebnisliste ausgespielt. Im besten Fall löst es eine Reaktion bei dem Zuschauer aus. Egal, ob es darum geht, dessen Kaufbereitschaft zu steigern oder ihn zu einer Bewerbung zu animieren. Hier unterstützt Sie im besten Fall eine gute Agentur für Social Media.

Bevor die Kampagne starten kann, legt das werbende Unternehmen im nächsten Schritt ein Budget fest. Wie bereits angedeutet: Es fallen nur Kosten an, wenn sich Nutzer das Video auch wirklich ansehen.

 

 

 

YouTube Werbung: Budget festlegen

Das heißt konkret: Wird eine TrueView Videoanzeige für mindestens 30 Sekunden aufgerufen oder kommt es zu einer Interaktion, indem der Zuschauer zum Beispiel auf ein Overlay mit einem Call-to-Action drückt oder ein Like für das Video vergibt, wird das Budget belastet. Wie viel ein Click kostet, ist allerdings unterschiedlich.

Wie viel Budget sollte dann aber für YouTube Werbung einkalkuliert werden? Das hängt ganz von dem einzelnen Unternehmen ab. Das Budget lässt sich frei wählen. Die meisten Unternehmen starten mit etwa 10 Euro pro Tag für lokale Kampagnen. Wer ein breiteres Spektrum potenzieller Kunden erreichen möchte, kann sich aber auch von einem YouTube-Werbespezialisten telefonisch beraten lassen.  Was aber auch ohne jede Beratung feststeht: Das Budget lässt sich jederzeit anpassen.

 

Lässt sich der Erfolg einer YouTube-Videomarketingkampagne steuern?

Doch was passiert, wenn sich der Erfolg einer YouTube-Videomarketingkampagne nicht so recht einstellen will? Dann raten die Macher von Youtube zu ein paar Optimierungstricks während der laufenden Kampagne. Zum Beispiel können bereits diese kleinen Änderungen an den Videoanzeigen durchaus positive Effekte auf die Aufrufrate haben:

 

  • Das Verwenden anderer Titel- oder Endbilder
  • Das Einbinden zusätzlicher Calls-to-Actions

 

Creative Fatigue: Was ist das?

Es könnte aber auch sein, dass die Zielgruppe nicht genau genug bestimmt wurde. Hier empfiehlt es sich, in den Einstellungen nochmal Nachbesserungen vorzunehmen. Manchmal hat das Publikum eine Kampagne aber auch schon zu häufig gesehen und klickt daher nicht mehr darauf. Das bezeichnen Experten als „Creative Fatigue“. Das ist der Zeitpunkt, an dem Unternehmen über die Produktion eines neuen Videos nachdenken sollten. Es gibt übrigens noch weitere Möglichkeiten, auf YouTube Werbung zu schalten. Mithilfe so genannter TrueView In-Stream-Videoanzeigen zum Beispiel. Das sind kurze Videosequenzen, die als Werbung dem eigentlichen Videocontent vorgeschaltet sind.

Und dann gibt es noch die so genannten Bumper. Sie sind nur sechs Sekunden lang und eignen sich gut, um die Aufmerksamkeit von Smartphonenutzern auf sich zu ziehen. Sie können eigenständig oder in Verbindung mit einer Kampagne verwendet werden. Bereit eine Anzeige zu schalten? Na, dann mal los! Wer sich allerdings unsicher über die Vorgehensweise ist, kann auch eine externe Agenture, die sich auf Social Media Marketing versteht, ins Boot holen. Nur so als Tipp.

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