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Imagefilm – Wir erstellen mehr als nur Produktfilme

Ein Imagefilm ist nichts anderes als ein kurzes, prägnantes Filmporträt eines Unternehmens, einer Marke oder eines bestimmten Produkts. In der Regel dauert er fünf bis zehn Minuten. Längere Varianten sind selten. Was den Inhalt beziehungsweise die anvisierte Message betrifft, liegt er zwischen dem herkömmlichen Werbespot und dem klassischen Dokumentarfilm: Mit Ersterem verbindet ihn die werbende Absicht; mit Letzterem hat er das Ziel gemein, Informationen zu vermitteln.

 

 

Der optimale Imagefilm

Im Fokus des Imagefilms steht, die Firma, das Label oder den spezifischen Artikel subtil, aber dennoch ausdrucksstark und wirksam zu bewerben. Demnach soll er zur Markenbildung und -bindung beitragen. Wie der Name des Filmgenres schon sagt, geht es darum, das Image des jeweiligen Subjekts oder Objekts positiv hervorzuheben – allerdings nicht mit plumpen Werbesprüchen oder Calls-to-Action, sondern mit emotionalisierenden Fakten zum zentralen Gegenstand des Films.

Zu den wesentlichen Aspekten eines gelungenen Imagefilms zählt gutes Storytelling. Es genügt nicht, einfach nur Bilder von Produkten oder Räumlichkeiten aneinanderzureihen und mit uninspiriertem Text zu kommentieren. Ein solcher Aufbau würde den Betrachter langweilen und niemals das gewünschte Ziel erreichen. Wichtig ist, mit den audiovisuellen Mitteln eine griffige Geschichte zu erzählen, die den Zuschauer bewegt und in ihren Bann zieht – Stichwort Dramaturgie.

Es gilt, Elemente zu integrieren, die eine einladende Atmosphäre schaffen. Dies gelingt beispielsweise mit einer passenden Hintergrundmusik, die als klangvolle Untermalung der Bilder und des gesprochenen Textes fungiert. Weitere potenzielle Faktoren sind die Stimmfarbe und Intonation des Sprechers, die Kameraführung und der inhaltliche Aufbau. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass Geschichten häufig am besten funktionieren, wenn sie anachronistisch statt linear erzählt werden.

Das heißt konkret: Wechselt der Imagefilm kontinuierlich zwischen verschiedenen Zeiten und Örtlichkeiten, bleibt die Spannung für den Rezipienten meist bis zum Schluss erhalten. Der Betrachter möchte wissen, wie sich die einzelnen „Puzzleteile“ ineinanderfügen und ein Ganzes ergeben. Selbstverständlich muss das Unternehmensvideo dennoch eine schlüssige Story repräsentieren, die für den Zuschauer nachvollziehbar ist. Weckt das Video darüber hinaus positive Gefühle beim Rezipienten, erhöht dies die Erfolgschancen enorm.

 

Emotionen wecken & Fragen beantworten

Tatsächlich zielen Imagefilme direkt auf die Emotionen des Publikums ab – und zwar auf mehreren Ebenen. Der Inhalt ist sicht-, hör- und fühlbar. Demzufolge bedient er viele Sinne gleichzeitig – etwas, das ein geschriebener Text oder Radiospot allein nicht schaffen kann. Der Text lässt sich maximal sehen und fühlen, nicht aber hören; der Radiospot wird gehört und eventuell auch gefühlt, jedoch nicht gesehen. Nur der Film versteht es, alle drei menschlichen Kanäle mit Input zu versorgen.

Die größte Herausforderung liegt darin, den Film so zu arrangieren, dass er den Betrachter wirklich tief erreicht. Wird er nur gesehen, nicht aber innerlich mit Gefühlen verknüpft, bleibt die gewünschte Reaktion meist aus. Die Firma strebt natürlich an, den Zuschauer mit dem Video von ihren Qualitäten zu überzeugen. Es ist nicht einfach, das Video so zu konzipieren, dass das Unternehmen in ein strahlendes Licht gerückt wird und dabei so authentisch erscheint, dass es die Sympathien des Rezipienten gewinnt.

Bei der Umsetzung eines Imagefilms kann der Kreative aus sämtlichen Mitteln der Filmkunst schöpfen. Je nach Budget des Auftraggebers und individuellem Talent des Filmemachers lässt sich das Video sehr komplex und aufwändig gestalten. Inzwischen sind die Filme oftmals derart professionell ausgearbeitet, dass sie Filmszenen aus großen Kinohits in nichts nachstehen – bezogen auf die Bild- und Audioqualität sowie die fesselnde Darbietung der wesentlichen Inhalte.

 

Kontakt durch gute Inhalte

Hinsichtlich des Contents wird für gewöhnlich auf reale Bilder mit „echten“ Menschen zurückgegriffen. Um den Zuschauer für sich zu gewinnen, versucht das Unternehmen, größtmögliche Transparenz zu suggerieren. Zu diesem Zweck bauen viele Firmen ihren Imagefilm als Blick hinter die Kulissen auf: Der Betrachter lernt den Produktionsablauf kennen oder sieht die verschiedenen Abteilungen des Betriebs. Kommentare von Mitarbeitern lockern den Film auf und verleihen dem Unternehmen ein „Gesicht“. So geht es nicht nur um die Produkte, sondern auch um die übergeordnete Botschaft dahinter.

Ein Imagefilm ist in der Produktion grundsätzlich viel aufwändiger als ein animierter Kurzfilm wie etwa ein Erklärvideo. Abgesehen von den umfassenden Überlegungen zum genauen Drehbuch und der allgemeinen Planung des Films (Set, Schauplatz) fallen noch einige weitere organisatorische Aufgaben an: Kameramänner, Tontechniker und Beleuchter samt Equipment müssen engagiert werden – eventuell auch Schauspieler oder Models für ausgewählte Szenen.

Hinzu kommt das zeitliche Pensum: Zwar dauert der reine Dreh des Imagefilms in der Regel nur ein bis drei Tage. Allerdings sind die intensiven To-dos im Vorfeld des Hauptakts (und auch danach!) nicht zu unterschätzen. Vor allem der Schnitt und die Vertonung können sich eine ganze Weile hinziehen. Bis ein Videowerk rundum perfekt und „geglättet“ ist, verstreichen häufig mehrere Wochen, manchmal auch Monate.

 

Formen und Möglichkeiten: Beispiele

Mit dem vergleichsweise intensiven Arbeits- und Zeitaufwand gehen selbstverständlich auch entsprechend hohe Kosten einher. Wer für seinen Imagefilm eine exklusive Location bucht und/oder professionelle Darsteller einbeziehen will, muss mit mehreren Zehntausend Euro rechnen – insbesondere dann, wenn das Video länger als nur ein bis zwei Minuten dauern soll. Für kürzere Videos ohne Special Features sind hingegen 5.000 bis 8.000 Euro durchaus realistisch.

 

Ein Imagevideo kann vielseitig eingesetzt werden. Einige Anwendungsgebiete im Überblick:

 

Einbindung in die Firmenwebseite – Schärft den Fokus

Der Besucher der Seite bekommt einen ersten Eindruck des Unternehmens. Zudem wirkt sich die Einbindung der Imagefilme positiv auf das Google-Ranking aus. Die Produktion eines solchen Videos ist zwar zeitaufwändig, lohnt sich aber langfristig, um neue Kunden oder Projekte zu gewinnen. Die Wasserwacht Bayern zeigt das im unten stehenden Corporate Video sehr eindrucksvoll.

 

 

 

Köder auf der Messe – Die perfekte Zielgruppenansprache

Durch die Präsentation des Imagefilms auf einer möglichst großen Leinwand werden Besucher auf den Messestand der Firma aufmerksam. Hier lohnen sich auch interaktive Formate (z.B. Virtual Reality). Die Kosten für einen Werbespot müssen aber im Rahmen bleiben.

 

Einstieg ins Verkaufsgespräch – Wiedergabeliste lockern

Auch für einen außergewöhnlichen Einstieg ins Verkaufsgespräch mit einem potenziellen Kunden ist der Imagefilm geeignet. Er kann die rein verbale Beschreibung der Unternehmensphilosophie ersetzen. Auch als eine Art Navigation (für Preise, schwer zu erklärende Produkte etc.) lassen sich Imagefilme einsetzen.

 

Recruiting/Onboarding neuer Mitarbeiter – Sinnvoller Aufwand

 

 

Dieses Instrument lässt sich nicht nur zur Kundenakquise, sondern auch zur Mitarbeitergewinnung verwenden. Er vermittelt den Bewerbern oder gewünschten Kandidaten die Corporate Identity der Firma. Der Datenschutz muss beim Einsatz eigener Angestellter unbedingt beachtet werden. Siehe auch: Recruiting Video.

 

Frei verfügbares PR-Material – Das Video als Presseinstrument

Wer seine Videosequenzen als frei verfügbares Presse-Material zur Verfügung stellt, hat gute Chancen, über diesen klassischen Marketingweg zahlreiche Neukunden zu generieren. Das Hosting kann dabei beispielsweise auf YouTube oder Vimeo erfolgen. Als Format eignet sich ein Erklärvideo. Wichtig: Auch wenn letzten Endes stets die Erfolgsmaximierung das übergeordnete Ziel darstellt und andere Menschen emotional erreicht werden sollen: Im Mittelpunkt des Imagefilms steht immer das Unternehmen, nicht der Zuschauer und dessen Problem, wie es etwa beim Erklärvideo der Fall ist.