Personalmarketing in der Diplomarbeit oder Bachelorarbeit

  • 12. Dezember 2016
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Die Diplom- oder Bachelorarbeit steht an und das Thema soll aus dem Bereich Personalmarketing sein? Gratulation, denn damit steht einem ein breites Feld an möglichen Themen zur Verfügung. Immerhin übt Personalmarketing eine Querschnittsfunktion aus. Außerdem lassen sich bei diesem Themengebiet unterschiedlichste Schwerpunkte setzen.

 

Das sollte man über Personalmarketing für Abschlussarbeiten wissen

Ob man Personalmarketing nun in einer Diplomarbeit oder in einer Bachelorarbeit behandelt, vorrangig sollte man sich natürlich der Grundlagen bewusst sein. Dazu gehört einerseits die Definition des Begriffs des Personalmarketings. Andererseits aber auch die Unterscheidung zwischen internem und externem Personalmarketing. Im Mittelpunkt steht also das gesamte Instrumentarium, das einem Unternehmen zur Verfügung steht, um langfristig über eine ausreichende Menge von Mitarbeitern verfügen zu können.

Im Bereich des internen Personalmarketings wird dazu vor allem auf personalwirtschaftliche und organisatorische Aspekte Wert gelegt. Dabei zeigt sich bereits der interdisziplinäre Charakter des Fachbereichs. Thematisiert werden insbesondere strategische Faktoren sowie Anreizmöglichkeiten, um zum Beispiel eine besonders hohe Mitarbeiterbindung zu erzielen. Wichtige Kernthemen sind die Personalentwicklung, Vergütungssysteme oder Attraktivitätsfaktoren, die beim Employer Branding von besonderer Bedeutung sind. Daneben gehören in diesen Bereich aber auch Faktoren, wie beispielsweise mögliche Unternehmensleitbilder. Die Ausrichtung ist also insbesondere nach innen gerichtet.

Das externe Personalmarketing richtet sich hingegen, wie der Name bereits darlegt, nach außen. Von großem Interesse sind dabei vor allem Elemente, die dazu dienen, neues Personal anzuwerben. Dabei wird nicht nur großen Wert auf konkrete Maßnahmen und deren Durchführung gelegt. Ebenso wichtig sind Aspekte des Controllings. Dabei liegt der Fokus wiederum nicht nur auf personalwirtschaftlichen Fragestellungen. Genauso ist der Blick auf die theoretischen und praktischen Grundlagen des allgemeinen Marketings zu richten.

Wer Schwerpunkte hingegen in der Diplom- oder Bachelorarbeit zu setzen sind, bedarf der Absprache mit dem jeweiligen Betreuer. Ob dies nun ein Dozent oder dessen wissenschaftlicher Mitarbeiter ist, ist unerheblich. Wichtig ist vor allem, dass möglichst früh eine konkrete Fragestellung entwickelt wird, die den Rechercheumfang reduziert.

 

Personalmarketing in der Diplom- oder Bachelorarbeit: Quellen

Wie für alle wissenschaftlichen Ausarbeitungen üblich, hängt die Qualität der späteren Diplom- oder Bachelorarbeit in erheblichem Umfang von den ausgesuchten Quellen ab. Auch wenn das Internet häufig bei Studierenden die erste Wahl ist, kann auch eine Recherche in der Bibliothek nicht verzichtet werden. Zumindest die Grundlagen, zentrale Begriffe und theoretische Ansätze sollten mit Buchquellen belegt und erörtert werden.

Daneben ist aber auch die Auswahl adäquater Studien und Statistiken erforderlich. Dass das Personalmarketing noch ein vergleichsweise junger Theoriezweig ist, kann sich dabei sowohl als Vorteil wie auch als Nachteil erweisen. Zum einen kann man im Regelfall auf vergleichsweise aktuelle Daten und Zahlen zurückgreifen. Zum anderen das Angebot an wissenschaftlichen Studien aber noch vergleichsweise gering.

Welches Material wiederum in jedem Fall genutzt werden sollte, hängt insbesondere von dem genauen Thema bzw. von der jeweiligen Fragestellung ab. Dennoch gibt es grundlegende Ausführungen, die in einer Diplom- oder Bachelorarbeit über Personalmarketing nicht fehlen sollten. Dazu gehören:

  • Erläuterungen zu dem zunehmenden Fachkräftemangel, der als Auslöser für die Entstehung des Personalmarketings gilt. Dazu gehören unter anderem Statistiken über die Mindestdauer der Personalsuche oder zum Beispiel die Anzahl vakanter Stellen.
  • Statistiken zu genutzten Kanälen, wie häufig oder von wie vielen Unternehmen diese genutzt werden und welche Rücklauf- bzw. Erfolgsquoten mit diesen erzielt werden.
  • Aber auch grundlegende Informationen darüber, wie viele Unternehmen überhaupt einen Bedarf für Personalmarketing sehen oder sich zum Beispiel damit beschäftigen.

Dabei ist natürlich stets die Seriosität der jeweiligen Veröffentlichung zu hinterfragen. Insbesondere bei Agenturen, die sich auf Personalmarketing spezialisiert haben, ist die erforderliche Objektivität nämlich nicht immer gewährleistet. Ein erster guter Anlaufpunkt ist das die Statista GmbH in Hamburg, die in vielen verschiedenen Bereichen entsprechende Erhebungen durchführt. Genauso gut kann man aber auch selbst entsprechende Datenerhebungen durchführen.

 

Daten erheben

Da der Umfang einer regulären Bachelor- oder Diplomarbeit auch im Bereich Personalmarketing beschränkt ist, bieten sich vor allem zwei Möglichkeiten der Datenerhebung an. Einerseits können mit einer geeigneten Auswahl an Funktionsträgern Interviews geführt werden. Andererseits können aber auch standardisierte Umfragen zum Einsatz kommen.

Der Vorteil von Interviews liegt insofern meistens in der Qualität der erhobenen Daten und Angaben. Da grundsätzlich die Möglichkeit besteht, Rückfragen zu stellen oder die Interviewfragen bei Verständnisproblemen zu erläutern, gelten solche Erhebungen als qualitativ höherwertig. Dem stehen allerdings verschiedene Nachteile gegenüber. Zum einen ist die Erhebung auf diese Art und Weise sehr zeitintensiv. Zum anderen müssen überhaupt erst einmal entsprechende Interviewpartner gefunden und von der Teilnahme überzeugt werden. Außerdem gestaltet sich mitunter die Auswertung deutlich aufwendiger, da die Antworten im Regelfall individuell und umfangreich ausfallen.

Diese Nachteile lassen sich mit standardisierten Umfragen umgehen. Solche Umfragen können besonders leicht über verschiedene Onlinedienste konzipiert werden. Sie lassen sich außerdem per E-Mail an viele für das Personalmarketing verantwortliche Entscheidungsträger weiterleiten und erzielen so häufig hohe Beteiligungswerte. Die Stichprobengröße kann dabei im Übrigen so gewählt werden, dass die Umfrage repräsentativ ist. Andererseits müssen die Fragen stets so formuliert werden, dass sie unmissverständlich und leicht zu beantworten sind. Gerade letzteres kann allerdings dazu führen, dass die Antworten nicht aussagekräftig sind. Das gilt insbesondere dann, wenn die Fragen oder Antworten so vorgegeben werden, dass sich ohnehin nur bestimmte Zusammenhänge aus ihnen ableiten lassen.

 

Personalmarketing in der Diplomarbeit oder Bachelorarbeit: Hilfestellungen

Gerade bei eigenständigen Datenerhebungen, aber auch bei allen anderen Belangen rund um eine Diplomarbeit oder Bachelorarbeit über Personalmarketing, sind daher mögliche Hilfestellungen wertvoll. Wer sich lediglich bezüglich des richtigen Aufbaus seiner Ausführungen unschlüssig ist, kann getrost auf andere Arbeiten zurückgreifen und bei deren Lektüre ein Gefühl für die Strukturierung entwickeln.

Etwas anders sieht das bei allgemeinen Rück- oder Verständnisfragen aus. Ob zum Thema Personalmarketing oder zu anderen Fachgebieten, als erste Anlaufstelle dient natürlich immer der jeweilige Dozent bzw. Prüfer. Hier sollte man nicht zu lange zögern, sondern lieber einmal mehr als einmal zu wenig fragen. Häufig bietet es sich daher an, rechtzeitig Rücksprachetermine oder regelmäßige Treffen mit der betreuenden Person zu vereinbaren, um den Zeitverlust weitestgehend zu begrenzen. Die Dozenten wissen meistens genau, mit welchen Aspekten sich der Verfasser noch einmal genauer beschäftigen sollte oder wo er die entsprechenden Antworten findet.

Schreiben mehrere Personen über das gleiche Thema ihre Bachelor- oder Diplomarbeit, ist es ebenfalls nicht verkehrt, sich miteinander auszutauschen. So lassen sich nicht nur gemeinsam Verständnisfragen klären. Genauso können dadurch neue Ansätze oder Betrachtungsweisen erschlossen werden.

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