Employer Branding Kanäle: Eine Übersicht

  • 16. Januar 2018
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Im Kampf um qualifizierte Fachkräfte müssen sich Unternehmen um eine Differenzierung auf dem Markt bemühen und die Attraktivität als Arbeitgeber bei zukünftigen und derzeitigen Mitarbeiter erhöhen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt hier vor allem in der Kommunikation der Arbeitgebermarke über interne als auch externe Kanäle. Im Folgenden werden verschiedene Kanäle vorgestellt.

 

Karriereseite

Eine Karriereseite besteht nicht nur aus Stellenangeboten. Sie ist bekannterweise der erste Ort, an denen potenzielle Kandidaten in direkten Kontakt mit dem Unternehmen kommen. Um einen guten Eindruck zu erwecken sind veraltete Informationen, ein schlechtes UI Design oder die Begrüßung „Keine Stellenangebote“ daher ein absolutes No-Go.

Potenzielle Bewerber sollten freundlich begrüßt und mit den wichtigsten Informationen wie offene Stellen, Informationen zum Unternehmen, Teamfotos oder Mitarbeiterinterviews angesprochen werden. Die Karriereseite ist letztendlich das Sprungbrett für Kandidaten, um etwas über den Arbeitgeber zu erfahren mit dem Ziel, sich bei ihm zu bewerben.

 

Markenbotschafter

Die Mitarbeiter selbst haben in der Unternehmenskommunikation einen großen Einfluss. Als Markenbotschafter wirken sie authentischer und sollten daher generell im Employer Branding Prozess eingebunden werden. Mitarbeiter, die sich gestärkt fühlen, fördern eine positive Markenbotschaft. Es zeigt sich zudem eine höhere Einstellungsquote durch Mitarbeiterempfehlungen. Markenbotschafter können neben den Mitarbeitern aber auch Verfechter der Marke und Partner sein, die Recruitern helfen, Kontakte zu knüpfen oder positiv über das Unternehmen sprechen.

 

Social Media

Soziale Netzwerke gehören zu den Kanälen, die eine sehr große Reichweite erzeugen und so gezielt geeignete Bewerber ansprechen. Dies bedeutet natürlich nicht, dass man alle Social Media Kanäle im Employer Branding abdecken muss. Hier kommt es auch auf die Zielgruppe und verfügbare Zeit an. Soziale Netzwerke dienen vorrangig dazu, um gezielt Kontakte zu interessanten Kandidaten aufzubauen, diese durch regelmäßige Neuigkeiten auf dem Laufenden zu halten und neugierig auf das Unternehmen zu machen.

 

XING

Mit mehr als 14 Millionen registrierten Mitgliedern bietet das deutsche Netzwerk XING eine hohe Reichweite im Bereich Employer Branding und Recruiting. Ein gut präsentiertes Portfolio und aussagekräftiges Unternehmensprofil sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kommunikation. Über die hauseigene Bewertungsplattform kununu kann man zudem ein kostenpflichtiges Employer-Branding-Profil erstellen. Mitarbeiter des Unternehmens, die es als Arbeitgeber angegeben haben, werden einer Mitarbeiterliste zugeordnet. Somit bekommt das Unternehmen ein Gesicht, es wirkt authentischer und Interessierte erhalten einen ersten Eindruck über die Menschen im Unternehmen. Regelmäßige Neuigkeiten in den Statusmeldungen oder auf dem Unternehmensprofil erhöhen nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern helfen auch gezielt die passenden Kontakte aufzubauen.

 

LinkedIn

Potentielle Kandidaten nutzen LinkedIn, um nach möglichen Arbeitgebern zu recherchieren. Im Vergleich zu XING, ist die Zahl der Mitglieder hier sogar insgesamt höher. Daher ist es von Vorteil, für den Arbeitgeberauftritt eine Firmenseite auf LinkedIn zu erstellen. Um auch internationale Kandidaten zu erreichen, gibt es zudem die Option, die Seite auf unterschiedliche Sprachen auszulegen.

Follower einer Unternehmensseite bewerben sich häufiger auf veröffentliche Stellenangebote. Die Unternehmensseite sollte aktuell und ansprechend sein (Branding Bilder, Unternehmensinformationen, Event-Fotos, usw.). Grundsätzlich ist es ratsam Inhalte zu verwenden, die der Zielgruppe helfen, das Unternehmen besser kennenzulernen.

 

Twitter

Im Employer Branding  ist der Kurznachrichtendienst Twitter durch die zur Verfügung stehenden 140 Zeichen für einen Tweet sehr eingeschränkt. Interessant ist jedoch hier die Multiplikator-Funktion, denn auf Twitter sind viele Influencer aktiv. Mit regelmäßigen Botschaften aus dem Unternehmen kann es  gelingen, die Aufmerksamkeit der Influencer zu wecken und so vielleicht eine weitere Berichterstattung in einem anderen Medium auszulösen. Somit kann auch hier die Reichweite gesteigert und die Aufmerksamkeit der eigentlichen Zielgruppe erweckt werden.

 

Facebook

Facebook ist eine Plattform, auf der sich ein Unternehmen in vielen Facetten präsentieren kann. Mit Hilfe von Fotos, lustigen Momenten, Videos oder Beiträgen kann der Arbeitsalltag im Unternehmen Interessierten einen Einblick geben. Zudem können interessante Berufsbilder vorgestellt und ein direkter Dialog mit der Zielgruppe geführt werden. Im Personalmarketing kommt es vor allem darauf an, die passenden Bewerber dort abzuholen, wo sie sich am meisten aufhalten. Somit ist es ratsam Employer-Branding-Maßnahmen auf einer Facebookseite zu implementieren.

 

YouTube

Bilder bewegen und sie begeistern Menschen – die Stärke des Video-Kanals YouTube. Auf YouTube findet man unterschiedliche Inhalte zu zahlreichen Themen. Arbeitgeber haben durch Videos die Chance das Unternehmen authentisch zu präsentieren, indem sie Mitarbeiter zu Wort kommen lassen und einzelne Bereiche vorstellen. Dies gibt potentiellen Bewerbern einen Einblick, wie ein potentieller Mitarbeiter im Unternehmen integriert wird. Der YouTube Kanal kann mit der Webseite oder anderen Social Media Kanälen verknüpft werden, um z. B. Videos auch auf der Facebook Firmenseite einzubinden.

 

Instagram

Die Bild- und Videoplattform hat über 500 Millionen aktive Nutzer und besitzt ebenfalls eine hohe Reichweite. Unternehmen nutzen einen Instagram-Account vorwiegend, um bei Veranstaltungen das Büro- und Arbeitsleben zu erfassen und so Aufmerksamkeit und Sympathie zu erwecken. Üblich ist es hier, die Beiträge mit zahlreichen Hashtags zu versehen. Suchen die Nutzer nach einem der Themen, finden sie die zugeordneten Fotos und Videos.

 

Snapchat

Snapchat gehört zu eines der jüngeren Social-Media-Plattformen, in der es sich auch um Fotos und Videos dreht. Die Nutzer halten kurze Momente aus ihrem Leben als sogenannten Snap fest. Der wichtigste Unterschied zu den anderen genannten Plattformen ist jedoch: Die Snaps löschen sich von selbst nach 24 Stunden. Employer Branding kann nur erfolgreich sein, wenn das Unternehmen auf den Kanälen vertreten sind, die auch die Zielgruppe bevorzugt nutzt. Auf Snapchat sind vor allem junge Menschen sehr aktiv. Für Unternehmen die z. B. nach Azubis suchen ist dies ein interessanter Kanal.

 

Visual Branding

Bilder und Videos sind eine großartige Möglichkeit, die Zielgruppe auf fotografische und interessante Weise zu erreichen. Visuelle soziale Tools wie Pinterest, Instagram, YouTube können verwendet werden, um Neuigkeiten an eine andere Zielgruppe zu bringen.

 

Printmedien

Obwohl Print durch soziale Medien und das Internet für immer verändert wurde, kann ein Printmedium immer noch ein mächtiges Werkzeug sein, um eine Marke aufzubauen. Es ist immer noch etwas anderes, eine Zeitschrift oder eine Broschüre in der Hand zu halten und sich auch ggf. Informationen markieren oder Notizen machen zu können.

 

Jobbörsen

Jobbörsen gehören ebenfalls zu einem wichtigen Kanal im Employer Branding. Potentielle Bewerber beschäftigen sich mit aktuellen Stellenangeboten, bevor sie eine Entscheidung treffen sich zu bewerben. Die Aufmachung der Stellenanzeige des Unternehmens sollte sich von den Wettbewerbern abgrenzen.


Karriere Veranstaltungen

Manchmal ist der persönliche Weg der Beste, um Beziehungen und Kontakte mit der Zielgruppe zu kreieren. Karriere Veranstaltungen, wie  z. B. Jobmessen und Informationsveranstaltungen können hier als Sprachrohr für das Unternehmen dienen, um Bewerber abzuholen und sie über Entwicklungsmöglichkeiten informieren.

Bevor die geeigneten Kanäle für das Unternehmen ausgewählt werden, ist es letztendlich wichtig zu recherchieren, wo sich die Zielgruppe aufhält. Ein Blick in die Nutzerstatistiken der einzelnen Plattformen, aber auch auf die Konkurrenz kann hierbei hilfreich sein. Zudem liefern bereits bestehende Mitarbeiter durch ihr eigenes aktives Nutzerverhalten Antworten auf geeignete Plattformen.

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